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Google Wave wird Open Sourceheise online News

4 hours 44 min ago

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Ist Googles Welle doch nicht versandet?

8 hours 35 min ago

Gestern gab Google bekannt, daß sie mit »Wave in a Box« eine Open-Source-Version von Google Wave erstellen und zum Download freigeben wollen. Der Code soll bis Ende des Jahres zur Verfügung stehen und dann kann jeder seine eigene Welle auf seinem eigenen Server hochziehen. Ich hoffe nur, daß diese Ankündigung nicht auch noch versandet, denn der Ankündigungen gab es schon viele … [ReadWriteWeb]

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Oh wow, exzellenter Hack: Der PS3-Hack funktioniert ...

Thu, 02.09.2010 - 09:05

Oh wow, exzellenter Hack: Der PS3-Hack funktioniert mitnichten unter Ausnutzung eines internen Debug-Hooks von Sony, wie zuerst angenommen. Vielmehr hat Sony da Buffer Overflows in ihrem USB-Code! Da warte ich ja seit Jahren drauf, dass das mal jemand exploitet. Denn in den meisten Threat Models taucht USB nicht als Angriffsvektor auf. Stellvertretend gebe ich mal eine Begründung wieder, die ich mal gehört habe: wenn jemand an deinen USB rankommt, ist das ein physischer Angriff, der könnte ja auch 50000 Volt an deine Hardware anlegen, und da kann man sich auch nicht in Software gegen wehren, daher betrachten wir USB nicht als Angriff.

Ich sehe das anders, der CCC auch. Wir haben z.B. beim Wahlstift damit argumentiert, dass jemand einen USB Exploit fahren könnte. Solange man auch mit Windows-Autostart ans Ziel kommt, lohnt sich das natürlich nicht, da groß rumzuforschen, aber die Zeiten sind mit Windows 7 auch vorbei. Da kommt dann ein Popup, der einen explizit fragt, ob man den Autostart-Kram ausführen oder das Medium browsen will. Um da reinstecken-und-kisten-ownen zu kriegen, muß man schon den USB-Stack oder einen USB-Treiber angreifen. Das ist der erste mir bekannte Fall, wo das mal jemand gemacht hat. Daher: Hut ab! Respekt!

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Boah wie widerlich: Die US-Zeitungsindustrie hat in ...

Thu, 02.09.2010 - 09:04

Boah wie widerlich: Die US-Zeitungsindustrie hat in ihr neues Quellenschutzgesetz einen "der Schutz gilt aber nicht für Wikileaks" Paragraphen reingetan. Weil Wikileaks ja kein echter Journalismus ist. Nee, klar.

Und genau diese Art von Snobismus ist ja auch bei unseren Journalisten zum Kotzen. Oder wenn unsere "etablierten Parteien" sich weigern, mit der Linkspartei zu reden, weil das ja keine richtigen Politiker sind sondern nur linke Schreihälse. Oder dieses Rumgetue mit der NPD. Das ist alles so eine unwürdige Sandkasten-Scheiße, so ist noch nie irgendjemand ein Problem losgeworden, im Gegenteil. Die US-Zeitungen kriegen dann halt das nächste Mal keinen Vorabzugriff auf den nächsten großen Scoop, der kommt dann halt direkt nur in Europäischen Medien. Und bei uns hat das der Linkspartei oder der NPD ja auch nicht geschadet, dass sie demonstrativ abgekanzelt wurden. Im Gegenteil. Damit treibt man denen die Protestwähler zu, weil man ja zeigt, dass man so zu ärgern ist.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn diese unseriöse Kindergarten-Scheiße mal aufhören würde, und die Leute auf dem Weg ins Abseits und die Irrelevanz nicht noch sich gegenseitig zerfleischen würden. Das könnt ihr ja der Contentmafia überlassen, die hat es nicht besser verdient.

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Junkpatent des Tages: Microsoft patentiert das Herunterfahren ...

Thu, 02.09.2010 - 09:02

Junkpatent des Tages: Microsoft patentiert das Herunterfahren des Betriebssystems.(author unknown)1473231940474383193300568736345215552146130061805017647210871187016087618136586215263090301609874792079743607775714075061104421033171343649414517098433488094546113769081862054671410091041096497060080211106874170914565643000634313490938235791482753645008621481702585290942863442426018474902306799062040465993748169504259513121994032634220660003056800026837479921540242253503520424305996799949037674299

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Thilo Sarrazin: Alles nur Satire

Thu, 02.09.2010 - 00:19

oder

Warum sich unsere Gesellschaft neu ausrichten muss


Bild: Bundesarchiv, Wikimedia Commons

Wer noch ein Argument benötigt hat, dass Thilo Sarrazin ein zutiefst verachtenswertes Menschenbild hat, ein rassistisches Menschenbild, der musste heute nur Plasberg einschalten. Beispielsweise hat er seine «These» über jüdische Gene nicht zurückgenommen, im Gegenteil, er hat sie noch einmal bestätigt. Sarrazin meine lapidar, der Satz sei seiner Sache nicht dienlich gewesen, inhaltlich sei sie nicht zurückzunehmen. Selbstverständlich hat er sich jede Menge Kritik anhören müssen – bis die gesamte Debatte von Thilo Sarrazin selbst ad absurdum geführt wurde.

Er wurde auf das letzte Kapitel seines Buches angesprochen: In 100 Jahren ist Deutschland muslimisch, Deutsche in der Minderheit – was selbstverständlich grober Unfug ist, dies wurde im Übrigen auch vom Statistischen Bundesamt bestätigt. So – und jetzt alle festhalten: Thilo Sarrazin behauptete dann allen Ernstes, nachdem er argumentativ an den Rand gedrängt wurde, das letzte Kapitel seines Buches sei doch Satire gewesen. Wirklich, das hat er so gesagt. Seine apokalyptische Prognose sei Satire gewesen.

Mensch, da hat uns der gute Herr Sarrazin aber alle auf den Arm genommen. Da sprechen wir dämlichen Gutmenschen seit Tagen über Rassismus, Beleidigungen von Minderheiten – und es ist nur Satire. Gut, dass wir das geklärt haben. Es muss, so glaube ich zumindest, ein weiterer Punkt nicht erwähnt werden: die Mehrheit der Menschen, und es ist die Mehrheit der SPD-, Unions-, FPD-, Grüne– und Linken-Wähler stimmt Sarrazin zu. Dass Sarrazin sich schlussendlich selbst der Lächerlichkeit preisgegeben hat – geschenkt. Die Mehrheit stimmt seinen kruden Behauptungen zu.

Deutschland ist mit diesem Buch weit nach rechts gerutscht.

Habt Ihr eine kleine Schwester oder vielleicht schon eine junge Tochter? Ist diese vielleicht schon einmal mit einem jungen Mann nach Hause gekommen, bei dem Euch jegliche Nackenhaare zu Berge standen? Ihr könnt argumentieren, wie Ihr wollt, der junge Herr kann rumhuren — nach einer kurzen Trauerphase strahlt das junge Glück wieder als wäre nichts gewesen. Gegen Gefühle lässt sich nicht anreden, weder sachlich und argumentativ — noch emotional. Ähnlich sieht in dieser Debatte aus. Die so genannten Thesen Sarrazins wurden mittlerweile weitestgehend widerlegt – und doch ist da nach Gefühl der Bevölkerung endlich mal einer, der die Wahrheit sagt. Die ausgedachten Thesen Sarrazins spiegeln ein Gefühl wieder, werden schnell zu Fakten und schlussendlich zur Wahrheit.

Die Medien spielen auf dieser Klaviatur, verdienen sie mit den Gefühlen der Menschen doch ihr Geld. Wer wirklich glaubt, Medien seien objektiv, der sollte sich selbst fragen, ob er bei den unterschiedlichsten Themen objektiv sein kann. Vielleicht reicht es auch aus, zu dem selben Thema die Artikel in der BILD, der taz, der FAZ und der SZ zu lesen. Objektiv betrachtet sollten die Artikel dieselbe Aussage beinhalten. Sie tun es nicht – darum sollte man niemals den Fehler machen, zu glauben, Journalismus sei objektiv. Genauso sieht es mit so genannten wissenschaftlichen Gutachten aus – das Beispiel Loveparade zeigt gerade, dass der Auftraggeber das Ergebnis bestimmt. Und über Statistiken, wie sie Thilo Sarrazin in seinem Sinne interpretiert, muss wohl gar kein Wort verloren werden.

Doch darum soll es nicht gehen. Am Montagabend bei Beckmann sagte die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan wahre Dinge, die sehr zum Nachdenken anregen. Es verwundert nicht, dass nach 9/11 das Miteinander zwischen der deutschen und muslimischen Bevölkerung nicht das beste war. Auch in Deutschland wurde – salopp gesagt — hinter jedem Turban und Bart ein Terrorist vermutet. Foroutan, die sich täglich mit Integration und dem sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt unseres Landes beschäftigt, sagte, dass sich seit vier bis fünf Jahren das Blatt wieder gewendet habe. Es gibt wieder ein Miteinander – auch politische Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass sich die beiden Bevölkerungsgruppen nicht mehr wie Fremde gegenüber stehen.

Als Beckmann auf Sarrazin und die enorme Zustimmung seiner Zuschauen hinwies, antwortete Foroutan Bedrückendes. Sinngemäß sagte sie, dass man keine Chance habe, gegen die Gefühle der Menschen anzureden. In Sarrazins Buch sieht sie eine Gefahr, dass der aufgebaute Zusammenhalt der letzten Jahre wieder zunichte gemacht wird. Direkt gesagt wurde es nicht, aber zwischen den Zeilen konnte man heraushören, dass Sarrazins Buch den sozialen Frieden in Deutschland gefährden würde.

«Wir» haben gegen Sarrazin, NPD & Co. absolut keine Chance. So dramatisch und trostlos muss man es sehen. Was muss und kann man tun? Unsere Gesellschaft muss sich völlig neu aufstellen und neu ordnen. Der Mensch muss wieder Mensch sein dürfen – mit all seinen Stärken und Schwächen. Der Mensch ist keine Produktionseinheit, er ist kein Kostenfaktor, er ist nicht anders — er ist eine Bereicherung für jedes andere Leben.

Wenn man heute in die U-Bahn steigt, durch die Stadt geht, sind gefühlt die Hälfte der Werbeanzeigen von Zeitarbeitsfirmen geschaltet. Der Mensch wird nicht mehr durch das Menschsein definiert, sondern durch seinen Arbeitsplatz, seine Statussymbole, sein Ansehen. Andersartigkeit, egal in welcher Form, wird abgelehnt.

Arbeitslose Menschen werden – sogar von der Politik – offiziell als Parasiten, von den Medien als Sozialschmarotzer bezeichnet. Wer in problematischen Stadtteilen wohnt, wird entsprechend belächelt – Ausländer in diesem Land täglich schief angesehen, beleidigt, ihnen wird aufgezeigt, dass sie nicht zu «uns» gehören.

Oftmals wird – gerade von konservativen Politikern – immer wieder gefordert, man müsse die deutsche Leitkultur annehmen, sich dieser unterordnen. Doch was ist diese ominöse Leitkultur? Diese Leitkultur, das ehemalige Land der Dichter und Denker definiert sich ausschließlich über Statussymbole und Angepasstheit. Fremde, Andersdenkende und Anderslebende gehören nicht zu dieser Leitkultur.

Selbst wenn die von Sarrazins angekündigte Apokalypse eintreten würde – es wäre absolut nicht schlimm. Dieses Land, so wie es sich entwickelt hat, ist es wahrlich nicht wert, erhalten zu werden. Wir müssen nicht nur über Integration reden, sondern auch über uns selbst. Warum darf der Mensch nicht mehr Mensch sein? Warum werden Andersdenkende, anders Aussehende, anders lebende Menschen ausgegrenzt, beschimpft beleidigt und an den Rand der Gesellschaft gedrängt?

Sobald unsere Gesellschaft wieder den Menschen als Menschen wahrnimmt, ihn annimmt, toleriert und akzeptiert, wie er ist – sei er arbeitslos, schlecht deutsch sprechen oder in einem Ein-Zimmer-Appartement lebend – erst dann können wir wieder von einer deutschen Leitkultur sprechen, für die es wert ist, zu kämpfen. Die derzeitige Verfassung unserer Gesellschaft lässt es wahrlich nicht zu, dass wir mit dem Finger auf andere Menschen zeigen.

Integration, ein soziales Miteinander ist keine Einbahnstraße – es ist ein Geben und Nehmen. Wir befinden uns im 21. Jahrhundert und große Teile unserer Gesellschaft und der so genannten Elite befinden sich vom Denken und Handeln noch im Mittelalter. Sicherlich gibt es Integrationsprobleme, Parallelgesellschaften– unbestritten. Sie sind aber Folge unserer Gesellschaft, unseres sozialen Miteinanders. Es sind die Geister, die Deutschland selbst gerufen hat. Wir haben sie selbst geschaffen.

Deutschland ist krank. Schuld daran sind aber nicht die Arbeitslosen, die Alten, die Studenten oder die Ausländer. Schuld ist unsere Gesellschaft als Ganzes. Wir reden immer über moderne Zeiten, sprechen verächtlich über das zurückgebliebene Anatolien, wollen Aufbauarbeit in Afghanistan leisten, vergessen dabei aber, dass insbesondere Wir, unser Land, unsere Gesellschaft eine Frischzellenkur benötigt.

Der indischer Philosoph Jiddu Krishnamurti hat einmal gesagt: «Die Wandlung der Gesellschaft ist nicht so wichtig; sie wird sich natürlich und zwangsläufig ergeben, wenn der Mensch die innere Wandlung vollzogen hat.» Bis dahin ist es in unserer Gesellschaft noch ein ganz langer Weg. Der Großteil der Menschen in unserer Gesellschaft definiert sich darüber, sich insbesondere moralisch von anderen Menschen abzugrenzen. Dies ist im Übrigen auch ein Grund, warum unsere Politik so «gut» funktioniert. Man lasse Rentner gegen Studenten, Arbeiter gegen Arbeitslose kämpfen – und schon kann sich die Regierung weitestgehend zurücklehnen.

Wir brauchen ein neues Denken in unserer Gesellschaft, im täglichen Zusammensein. Menschsein bedeutet im positivsten Fall nicht, den Arbeitslosen und den Ausländer naserümpfend zu tolerieren. Menschsein bedeutet, den Studenten und Rentner und all die anderen zu akzeptieren, als gleichwertiges Mitglied unserer Gesellschaft und unserem sozialen Miteinander. Die Anderen sind nicht anders, die Anderen sind wir. Unsere Gesellschaft besteht aus unzähligen Gruppen – und jeder Mensch ist gleichberechtigt, jede einzelne Person ist wichtig und belebt unsere Kultur und fördert unser Wissen. Unsere Gesellschaft braucht ein Umdenken, «wir» benötigen ein Umdenken. Erst dann können wir wieder vom Menschsein sprechen. Derzeit gilt das Recht des Stärkeren, unterschiedliche Schichten kämpfen miteinander – ganz wie in der Fauna.

Wie sehr mensch ist unsere Gesellschaft, wie sehr mensch darf sie heute noch sein?

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Na so eine Überraschung: Ziercke fordert Rückkehr ...

Wed, 01.09.2010 - 18:43

Na so eine Überraschung: Ziercke fordert Rückkehr zur Internetzensur. Wieso fragt den eigentlich überhaupt jemand? Ist immer noch Sommerloch oder was?

Falls es jemand verpasst hat, hier ist das Money Quote:Etwas vom Gesetzgeber Verbotenes dem öffentlichen Zugriff zu entziehen, kann keine Zensur sein.Seine Freunde und Vordenker vom chinesischen Zentralbüro werden dem sicher voll und ganz zustimmen.

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Hahahaha, AT&T bringt heute einen echten Schenkelklopfer: ...

Wed, 01.09.2010 - 18:43

Hahahaha, AT&T bringt heute einen echten Schenkelklopfer: AT&T findet, Netzneutralität sei ja schön und gut, aber dürfe sie nicht dabei einschränken, zur Profitmaximierung Traffic zu priorisieren.

Äh, liebe PR-Kokser bei AT&T: doch, genau das ist die Definition von Netzneutralität. GENAU DAS heißt Netzneutralität. Vielleicht mal auf ne andere Droge umsteigen, die weniger schädlich fürs Hirn ist?

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Na ganz groß: Nachdem RIM in Saudi Arabien und Indien ...

Wed, 01.09.2010 - 18:43

Na ganz groß: Nachdem RIM in Saudi Arabien und Indien die Fluttore geöffnet hat, hat Indien jetzt Blut geleckt. Indien will jetzt auch Zugriff auf Skype, Google Voice und Firmen-VPNs haben. Und deshalb darf man solchen Anforderungen keinen Finger breit entgegenkommen. Bei uns lief das ja genauso. Erst mußte die Polizei unbedingt Telefonate abhören, dann Post öffnen, dann Wanzen in Wohnungen tun, dann Kamers verstecken, dann GPS-Sender anbringen. Kein Ende in Sicht.(author unknown)043997937814343956971187016087618136586200245101024128414348110442103317134364941626163923844935269116375436600672473366127301635841713982620091041096497060080211106874170914565643076918252597261789540894883421999133325005996799949037674299

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Pakistanische Militärs brechen US-Reise wegen Erniedrigung ...

Wed, 01.09.2010 - 16:13

Pakistanische Militärs brechen US-Reise wegen Erniedrigung ab. Die waren vom US Central Command eingeladen worden, und der eine hat offenbar während des Fluges gesagt, er hoffe, das sei sein letzter Flug. Daraufhin wurde die ganze neunköpfige Delegation nicht ins Land gelassen, stundenlang verhört, und man ließ sie nichtmal ihre Botschaft anrufen. Bwahahahaha

Als jemand, der auch schon mal von den US-Einwanderungsbehörden "befragt" wurde, kann ich nur sagen: ich kann da mitfühlen :-)

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Linux machines with no rebooting…? Is this what we want?

Wed, 01.09.2010 - 14:14

The other day, I caught a message that KSplice was available for Fedora. I thought I’d be a wiseguy and I replied “Yeah, great. Call me in 20 years when it’s available for for RHEL”. Well, as several people pointed out, it turns out the joke is on me.

As you can see, it’s actually available for many Linux-based OSes at various prices. I suppose my confusion stemmed from the fact that I misunderstood what ksplice was.

My impression from a long time ago, when it first came out on Ubuntu, was that it was essentially a kernel patch that dynamically loaded patches and provided the ability to rebootstrap a kernel that was already loaded. As it turns out, it’s a commercial product that offers the ability to not have to reboot your machine to update the kernel. Let me be frank: I’m all about that.

The part that I kind of object to is in the press release, of all things. It’s the opening line of the company profile:

Ksplice is an enterprise software company making reboots a thing of the past.

Please, lets be honest. Reboots are inevitable. Using this product as a stop-gap for untimely reboots may be handy (at the low low price of $50 per year per server), but it can’t (and shouldn’t!) replace regular reboots.

The reasons for scheduled rebooting of machines are numerous. The primary one is that regular reboots assure that the machine is configured to boot correctly. If you’ve got a machine that’s got over 100 days of uptime, how do you know it will start correctly? You last booted it last quarter…what has happened to that machine since then? Changes in installed services, mountpoints, etc…it’s hard to tell if it’s going to be in a known-good state when it comes back up after a power failure.

Another reason to reboot occasionally is to clean up the running state of the machine. What’s that you say? Your machine is running fine? Well, sure, it may be, but how much cruft is left hanging that isn’t obvious? Have you ever used kill -9? Do you know for sure that there aren’t any memory leaks in your running services? Any processes hang while reading I/O and is now stuck in uninterruptible sleep?

Yes, there are lots of things that happen to servers over the course of doing their jobs. A reboot fixes many of them. The only argument against it is uptime.

I’ve written about uptime before, and I still feel the same way. Modern system administration has advanced beyond a single server providing a service. Uptime needs to be measured from the outside in, and according to the availability of the service, not the individual servers comprising that pool.

Feel free to disagree. Let me know if you’ve got an uptime of a year plus and you’re proud of it, or if you would be ashamed to be in that position.

Edit
This entry is causing quite a stir on Reddit. Cxunix from twitter also weighed in on his blog, servermanaged.it (link is in Italian, English translation here).


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Wie die BILD einen Bürgerkrieg herbeiredet

Tue, 31.08.2010 - 22:32

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Es wundert nicht, dass die BILD in den letzten Wochen den Fantasy-Roman Sarrrazins beworben hat – mit unzähligen Artikeln, Interviews und Vorabdrucken. Die BILD steigerte die eigene Auflage, Sarrazin wird ein reicher Mann, das Land rutscht weiter nach rechts. Einen besseren Coup kann es für den Axel-Springer-Verlag kaum geben. Mission accomplished. Ich habe mir gestern Abend tatsächlich das erste Mal Beckmann angeschaut. Eines wurde mehr als deutlich: Sarrazin reduziert die Gesellschaft auf Zahlen – noch nie habe ich einen Menschen mit einer derartigen sozialen Kälte erlebt. Am interessantesten waren die Einlassungen des Berliner Streetworkers Thomas Sonnenburg und der die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan. Beide sagten unisono, dass das Buch unsere Gesellschaft spalten könne, den Frieden gefährde. Und das nicht in der typischen Politikeraufgeregtheit, die Einschätzung beruht auf die eigene, tägliche Arbeit mit denen, um die es geht. In dem Moment wusste die gesamte Runde bei Beckmann kaum etwas zu erwidern, bis wieder Nebenkriegsschauplätze eröffnet wurden.

Heute titelte die BILD «Alle gegen Sarrrazin» – und tat völlig überrascht, dass der neue Held von NPD, pro Deutschland, Politically Incorrect & Co. kritisiert wurde. Was für eine Heuchelei. Doch wer sich die Zeilen der BILD dann durchliest, wird nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln. Es ist erschreckend, dass folgende Zeilen in der größten deutschen Tageszeitung zu finden sind – in der NPD-Parteizeitung, auf anderen Publikationen, nennen wir sie Gesamtrechts oder Altermedia, sind sie auch täglich zu finden. Ein gewisser Nikolaus Blome1 schreibt:

Erste Buch-Lesungen sind schon abgesagt. Wegen „Sicherheitsbedenken”.
Zwischen Politikern und Bürgern steht ein großes Missverständnis, ein umfassendes, dramatisches Nicht-Verstehen. Sarrazins Thesen und die Reaktionen darauf sind wie ein Brennglas: Gut möglich, dass der Graben zwischen Wählern und Gewählten bald in Flammen steht.

Ein Land, das in Flammen steht – die feuchten Träume der BILD-Redaktion werden Wirklichkeit. Dass man beim Axel-Springer-Konzern in der Vergangenheit schwerlich von Journalismus reden konnte, ist jedem normal denkenden Menschen wohl klar. Mit der Causa Sarrazin, dieser unverblümten Freude über einen eventuellen Bürgerkrieg, Bürger gegen Politik genannt, Deutsche gegen Ausländer ebenso gemeint, hat die BILD unsere demokratischen und gesellschaftlichen Grundfeste verlassen.

In der Folge fabuliert Blome davon, dass die Politik einpacken könne, sie habe keine «Geschäftsgrundlage und Daseinsberechtigung» mehr. Solche Worte kennt man zu genüge – Udo Voigt, Holger Apfel oder Udo Pastörs schwadronieren auch davon, dass die Menschen hinter der NPD stehen, aber der CDU und der SPD ihre Stimme geben würden. Unredlich, wie es meine Großmutter früher genannt hätte, ist das nicht mehr. Es ist gefährlicher Wahnsinn. Man ist versucht zu schreiben, dass sich die BILD hier eine selbst erfüllende Prophezeiung schaffen möchte. Der Auflage würde ein Bürgerkrieg wohl nicht schaden.

Es ist offensichtlich, dass die BILD nicht mehr die konservative, unabhängige, pro-israelische und boulevardeske Stimme in diesem Land ist. Man träumt offensichtlich vom Bürgerkrieg, spricht von Politikern ohne Volk, redet der NPD nach dem Mund.

Die BILD steht spätestens seit heute außerhalb unserer Verfassung.
So zumindest mein Meinungsbeitrag.

Unsere Gesellschaft sollte anfangen, nachzudenken:

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  1. Ich weigere mich, ihn Autor, Redakteur oder Journalist zu nennen.

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Ich könnte mich ja nur totlachen über diese Sarrazin-Nummer. ...

Tue, 31.08.2010 - 15:02

Ich könnte mich ja nur totlachen über diese Sarrazin-Nummer. Jetzt haben sie mal recherchiert, wer Sarrazin feuern kann. Und es ist: Wulff. Wulff! Meine Güte, das ist niemandem vorher aufgefallen, als sie Sarrazin wegbefördern wollten? Krass. Mein Frühstück ist intelligenter als diese Spezialexperten!

Jedenfalls haben wir jetzt eine Situation, dass ein CDUler als einziger jemanden feuern kann, der der SPD massiven Schaden zufügt. Wieso sollte Wulff das tun? Wulff und Merkel sind doch in der idealen Position gerade! Die können sich zurücklehnen, ab und zu ein zugleich entrüstetes und versöhnliches Statement abgeben, und bei einem Caipirinha der SPD beim immer tiefer in die Scheiße fahren zugucken. Es gibt doch überhaupt keine Motivation für die, da auch nur einen Finger zu krümmen!

Und mit seiner Ausländerhetze treibt Sarrazin das Volk auch gleich den "Konservativen" in die Arme. Perfekt! Ob die CDU dem Sarrazin heimlich Geld zusteckt? "Mach mal weiter, Mann! Wir verlegen dir auch dein Buch kostenos! Und wir haben da Kontakte zum ZDF, da kommst du einmal in alle Talkshows!"

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Der Brotkasten lebt!

Tue, 31.08.2010 - 09:43

Commodore USA hat angekündigt, noch in diesem Jahr den »PC64« auf den Markt zu bringen. Äußerlich erinnert der Computer an den legendären Commodore C64, darin steckt aber eine Ausstattung mit Dual-Core Intel Atom 525 CPU mit Nvidia Ion2 Grafik, 4GB DDR3 Memory, 1TB Speicherplatz und ein CD/DVD-Laufwerk. Optional kann auch ein Blu-Ray-Laufwerk geordert werden. [Silicon.de]

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Spritsparen?! So’n Quatsch!

Mon, 30.08.2010 - 22:19

Strand von Egmond aan Zee

Strand von Egmond aan Zee

[Aktueller Song: "Over the Rainbow / What a Wonderful World" von Israel Kamakawiwo'ole]

Rückfahrt von Egmond aan Zee. Bis auf viel Regen und Windstärke 10 ein schöner Kurztrip, die Nordsee ist halt so, auch im Sommer, der ja seit August auch keiner mehr ist. Die niederländischen Autobahnen sind auch so, aber halt andersrum, nämlich alles andere als stürmisch: Es gilt globales Tempolimit 120, vielerorts begrenzt auf 100, 90 oder gar 80 km/h. Ich nutzte dieses Tempolimit heute spaßeshalber und aus Furcht vor weiteren, obszön teuren Strafzetteln zum ausgiebigen Spritsparen.

200 Kilometer durch die landschaftliche Einöde der Niederlande, brav gezockelt mit 90 km/h – das ist nicht nur nervenaufreibend, sondern auch gar nicht so sehr spritsparend. Mein Bordcomputer zeigte am Grenzübergang Goch zur deutschen A57 einen Durchschnittsverbrauch von 5,1 Liter an – kein schlechter Wert für einen Toyota Corolla mit chronisch hochdrehender und sauflustiger VVT-Maschine, aber trotzdem auch nichts, worauf Toyota stolz sein sollte. Nach der Grenze gab ich Gas, bis zum Anschlag, gut 30 Kilometer lang, solange die Verkehrssituation den Tiefflug mit 195 km/h auf Tacho zuließ. Der Bordcomputer meldete einen Verbrauch von rund 18 Litern für diese Vollgas-Arie, der gesamte Durchschnittsverbrauch pendelte sich trotz einer weiteren Dreiviertelstunde bei braven 120 km/h irgendwo bei 6,6 Litern für die Gesamtstrecke ein. Doof.

Mir fiel auf, das Fahren auf den Autobahnen in den Niederlanden deutlich entspannter ist als hierzulande. Das ist mir auch überall dort aufgefallen, wo ich sonst so ein Auto oder Motorrad geführt habe, unter anderem in den USA (maximal 65 mph, also 104 km/h), Neuseeland (100 km/h), Thailand (90 km/h!) und vielen Ländern Europas (120-130 km/h). Hierzulande darf hingegen geheizt werden, freie Fahrt für gar nicht so freie Bürger, grundsätzlich ein großer Spaß, aber riskant. Jeder Überholvorgang auf freier Strecke ist hierzulande lebensgefährlich: Von 80 km/h auf der rechten LKW-Kriechspur auf die linke, wochentags von größenwahnsinnigen, sexuell frustrierten und mit 250 km/h schnellen Audis bewaffneten Handelsvertretern bevölkerten Spur zu wechseln, ist jedes Mal ein Adrenalinerlebnis der besonderen Art. Eben noch kilometerweit entfernt stehen einem diese schlipstragenden Komplexsäcke plötzlich mit der Vorderachse auf der Rückbank und blinken dreist mit der Lichthupe, nur weil man sich auf ihre Spur gewagt hat. Hinzu kommen ausländische Speed-Touristen, die das schnelle Fahren nicht gewöhnt sind, sich also entsprechend dämlich und aggressiv verhalten.

Gut, ich gebe zu: Ich gehöre selbst auch manchmal zu diesen Leuten, obwohl ich weder Audi fahre, noch Vertreter bin, aber ehrlich gesagt bin ich trotzdem für ein globales Tempolimit, auch in Deutschland. Es müssen ja nicht die schnarchigen 100 km/h sein, die vielerorts gelten, doch ein Limit von 130 bis 150 km/h wäre der Ruhe auf den Straßen sicher zuträglich. Denn auch, wenn die deutsche Verkehrsstatistik jedes Jahr weniger Verkehrstote zählt, heißt das längst nicht, dass die Leute besser fahren, vielmehr ist die Chance, einen schweren Unfall zu überleben und sein restliches Leben irgendwo in einem Zustand zwischen Tomate und Steven Hawking zu fristen, einfach höher.

Die Ökos hätten auch was zu lachen: Mein kleines Verbrauchsexperiment hat gezeigt, dass mein Wagen bei einer Verdopplung der Geschwindigkeit die dreifache Menge Sprit versäuft. Hochgerechnet auf alle Autos, die so in Deutschland tagtäglich über die Bahn gekloppt werden, dürfte da eine ganze Menge Benzin und Diesel samt CO2 zusammenkommen, die sich sparen ließe. Und dabei käme sicher mehr zusammen als bei lächerlichen und Lavalampen-vernichtenden Glühbirnenverboten oder blödsinnigen “Klima-Abgaben”. Denn die, die Heizen, sind nicht die, die die man über Ökosteuer bekommt, denn der Firmenwagen wird ohnehin von der Steuer abgesetzt.

Ein Tempolimit wäre gut, vermutlich liegen der Gesamtspritverbrauch samt der Zahl tödlicher Unfälle auf britischen oder französischen Straßen ohnehin deutlich niedriger als in Deutschland – warum gibt es darüber wohl keine Studien? Ich jedenfalls werde erstmal weiter Gas geben, denn Heizen macht – nichtsdestotrotz – deutlich mehr Spaß als gefühltes Schritttempo-Schleichen.

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Spritsparen?! So’n Quatsch!

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Rassismus bleibt Rassismus – eine Replik (Update)

Mon, 30.08.2010 - 15:59

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Foto: F!XMBR

Thilo Sarrazin hat heute in Berlin offiziell seinen Fantasy-Roman vorgestellt. Nach Vorabdrucke im SPIEGEL und der BILD diskutiert Deutschland bereits seit Tagen über jüdische Gene, vererbte Dummheit und Rassismus. Natürlich meldet sich auch Methusalem Frank Schirrmacher zu Wort, Herausgeber der FAZ – und vermag seine Begeisterung für Thilo Sarrazin kaum zu verbergen. Schirrmacher schwadroniert über eine Neudefinition unserer Kultur, die intellektuellen Fähigkeiten Sarrazins und vergisst dabei den entscheidenden Punkt: Rasissmus bleibt Rassismus. Kameldung bleibt Kameldung. Auch wenn man es in Gold verpackt. Eine Replik.

Schon im ersten Absatz Schirrmachers fällt es schwer, ruhig und sachlich zu bleiben – fabuliert der FAZ-Herausgeber doch von der oft zitierten schweigenden Mehrheit: «Die Zahl der Menschen, die ihm hinter vorgehaltener oder nicht vorgehaltener Hand recht geben, ist beträchtlich.» Die so genannte schweigende Mehrheit musste schon oft für Tabubrecher herhalten, eine andere Form ist der berühmte Satz, «man wird es doch wohl mal sagen dürfen». Dass die schweigende Mehrheit fast ausschließlich von Rechtspopulisten und illustren Gestalten wie NPD-Mitgliedern genutzt wird, wird natürlich verschwiegen.

Der großartige Volker Pispers hat einmal zur schweigenden Mehrheit gesagt: «Die schweigende Mehrheit schweigt, egal was passiert. Ob in der Nachbarwohnung ein Kind misshandelt und totgeschlagen wird oder ob auf der Straße organisierte Verbrecherbanden jagt machen auf alle, die in ihren Augen anders oder abartig sind oder ob in der Straßenbahn eine wehrlose Oma von einer skrupellosen nachwuchskriminellen Bande bedroht und ausgeraubt wird. Ihr Lebensmotto: Weggucken, abducken und ja nicht aufmucken. Die einzigen Lebenszeichen, die es von dieser Spezies gibt, sind anonyme Anrufe zwecks Denunziation missliebiger Mitmenschen oder Strafanzeige von Unbekannt. Die schweigende Mehrheit besteht also vor allem aus Feiglingen, Duckmäusern und Mitläufern.» Damit ist eigentlich alles gesagt. Mit der schweigenden Mehrheit Thilo Sarrazin verteidigen oder gar politische Entscheidungen zu begründen ist in meinen Augen verwerflich und es erübrigt sich fast jegliche ernsthafte Diskussion.

Frank Schirrmacher wäre nicht Frank Schirrmacher, wenn er nicht maßlos übertreiben würde, das Problem sei nicht Sarrazin, sondern Deutschland, ja unsere gesamte Gesellschaft, Sarrazin sei nur unser aller Ghostwriter. Unter dem macht es ein Frank Schirrmacher nicht. Es ist unbestritten, dass Deutschland Probleme hat, was die Integration betrifft. Doch trifft dies ebenso auf die Umwelt– und Gesundheitspolitik zu, ja auf jedes politische und gesellschaftliche Feld. Das ist auch völlig normal, wir leben in einer Gesellschaft, die sich täglich fortentwickelt, in der es täglich neue Erkenntnisse zu gewinnen gibt – wer wie Schirrmacher nun die Probleme der Integration und die Herangehensweise des Thilo Sarrazin als «Neudefinition von Kultur» bezeichnet, verkennt unsere Gesellschaft, unsere Entwicklung und stellt sich mit Sarrazin auf eine Stufe.

Grotesk wird der Artikel Schirrmachers, wenn er Sarrazins Meinung zu Fakten deklariert. Während der SPIEGEL und die BILD Sarrazins Buch als Meinungsbeitrag verklären, legt Schirrmacher noch eine Schippe drauf und spricht von völlig korrekten Fakten. Selbstverständlich belegt Schirrmacher diese Fakten nicht – wie sollte er auch. Er kann es nicht. Es gibt mittlerweile genügend Artikel, die die so genannten Fakten des Herrn Sarrazin widersprechen.123 Weder ist der «weiße Mann» intelligenter als der «schwarze Mann», noch sind seine Berechnungen zur demografischen Entwicklung serös. Dies gibt Thilo Sarrazin im Buch selbst zu: «Es gibt keine wissenschaftlich zuverlässige Methode, Geburtenverhalten und Zuwanderung über mehrere Jahrzehnte verlässlich vorherzusagen.» Dumm nur, dass auf seine selbst ausgedachten Zahlen sein gesamtes Buch aufbaut. Es verwundert nicht, dass er mit seiner Schwarzmalerei in Methusalem Frank Schirrmacher einen dankbaren Abnehmer findet.

Bizarr wird der Artikel Schirrmachers, wenn er versucht, die Erbgut-These Sarrazins zu verteidigen. Es ist kein Zufall, dass entscheidende Begriffe, Namen und Quellen im Register nicht auftauchen, obwohl sie sich in den Fußnoten oder über Verweise rekonstruieren lassen. Das ist kein Versehen. […] In den Worten von Irving Fisher aus dem Jahre 1912, der zu den Befürwortern der neuen Einwanderungsgesetzgebung in Amerika zählte: eine Einwanderungsdebatte ist immer die Chance einer eugenischen Debatte. Sarrazin spricht, wenn er von Kultur redet, nicht vom Erbe, sondern vom Erbgut, und auch das ist Bestandteil demokratischer Diskurse vor exakt hundert Jahren.

Mal abgesehen davon, dass gerade Deutschland es besser wissen sollte – wie kann ein intelligenter Mensch wie Frank Schirrmacher einen Thilo Sarrazin verteidigen, mit dem Argument, politischer und wissenschaftlicher Diskussionen Anfang des 20. Jahrhunderts? Wir leben 100 Jahre später, im 21. Jahrhundert, haben neue Erkenntnisse gewonnen, gewinnen täglich neue hinzu. Wer sich auf Irving Fisher bezieht, zeigt in welcher Zeit er intellektuell stehen geblieben ist – zudem sollte angemerkt werden, dass Fisher nicht gerade für seine Einwanderungs– und Eugenikdebatte berühmt geworden ist, sondern für seine Preis– und Kapitaltheorie.

An dieser Stelle wird am deutlichsten, wie Menschen wie Sarrazin und Schirrmacher gesellschaftlich denken. Sie beziehen sich ausdrücklich auf einen Mathematiker, einem Neoklassiker. Der Mensch hat zu funktionieren, ist Kostenfaktor, hat zu produzieren. Der Mensch, mit all seinen Schwächen, darf nicht mehr Mensch sein. Im 21. Jahrhundert sollte anders über Menschen gesprochen werden. Der Mensch ist kein Kostenfaktor, man darf den Menschen nicht nach seiner Produktivität beurteilen. Das unterscheidet uns heute von Tieren. Ein Mensch ist ein Mensch – mit all seinen Stärken und Schwächen, egal ob Schwarz oder Weiß, Katholik oder Muslim.

Natürlich hat Schirrmacher auch etwas zu kritisieren – doch ist diese Kritik eher nebensächlich, er hätte sie auch in Fußnoten fassen könne. Wer er davon spricht, dass Sarrazin dem Begriff «eugenische Demographie» ins Sachregister hätte aufnehmen sollen, anstatt ihn «verschämt als Adjektiv im Strom der Gedanken untergehen zu lassen», dann ist das ein Nebenkriegsschauplatz um auch etwas kritisches sagen zu wollen. Die Intention ist klar: er will sich nicht vorwerfen lassen, dass er Sarrazins Buch ohne Wenn und Aber beklatscht und empfohlen hat. Der Versuch ist dermaßen durchschaubar, dass spätestens hier klar wird, dass Thilo Sarrazin und Frank Schirrmacher offenbar «Brüder im Geiste» sind.

Schirrmacher kommt zu dem Schluss, dass Sarrazin selbstverständlich kein Rassist sei, «da er sich auf die große Einwanderungs– und Intelligenzdebatte, die vor fast genau hundert Jahren in den Vereinigten Staaten stattfand.» Das ist schon sehr bemerkenswert, wie offen hier zugegeben wird, dass Schirrmacher und Sarrazin sich gedanklich in einem anderen Jahrhundert befinden, nicht auf der Höhe der Zeit. In den letzten 100 Jahren hat unsere Gesellschaft unzählige Erkenntnisse gewonnen, was die Integration betrifft. Doch nicht nur das: beispielsweise hat sich auch die Gesundheitspolitik entwickelt. Niemand würde heute mehr auf die Idee kommen, eine Gesundheitsreform auf eine Debatte der USA aus dem letzten Jahrhundert aufzubauen. Dass Sarrazin und Schirrmacher diese Argumentationslinie fahren, zeigt wie geschichtsvergessen sie sind und wie sehr sie im vergangenen Jahrhundert verhaftet sind. Ein moderner Staat ist mit den beiden Herren nicht zu machen.

Schirrmacher schreibt abschließend: «Es stimmt nicht, dass, wie Frau Merkel meint, Sarrazins Buch nicht „hilfreich“ ist. Es ist sehr hilfreich und wird einen Wendepunkt markieren. Es ist hilfreich, um wirklich zu verstehen, was auf dem Spiel steht.» Das halte ich für ein schweres Gerücht. Wenn Sarrazin seine kruden Thesen mit aktuellen wissenschaftlichen Fakten unterlegt hätte, wenn er nicht Religionen und Rassen vermischen würde, wenn er nicht diese panische Angst vor der Überfremdung durch Muslime verbreiten würde, dann wäre das Buch zumindest ein Diskussionsansatz. So muss man aber Frank Schirrmacher und Thilo Sarrazin ins Gästebuch schreiben:

Rassismus bleibt Rassismus.
Kameldung bleibt Kameldung.
Auch wenn man es in Gold verpackt.

Update: Man könnte meinen, Schirrmacher hat sich die Kritik hier und an anderen Orten zu Herzen genommen. Er hat einen zweiten Artikel veröffentlicht, bei dem er den Quatsch von «Fakten» und «Neudefinition der Kultur» beiseite lässt und den Biologismus des Herrn Sarrazin zerlegt. Das hätte ich mir schon im ersten Artikel gewünscht. Ich bleibe dabei: vom ersten Artikel, der in der FAS veröffentlicht wurde – und damit am Sonntag an den Frühstückstischen gelesen wurde – bleibt vor Allem der Gedanke hängen, eigentlich hat Sarrazin ja recht. Nichtsdestotrotz ist es natürlich sehr gut, dass Schirrmacher noch einmal klarstellt, dass Sarrazin die Menschen täuscht und den falschen Weg gegangen ist:

Thilo Sarrazin hat nicht ein Buch geschrieben, sondern mindestens drei Bücher, die den gleichen Titel tragen. […] Ein Kernsatz des Buches lautet: „Das Muster des generativen Verhaltens in Deutschland seit Mitte der sechziger Jahre ist nicht nur keine Darwinsche, natürliche Zuchtwahl im Sinne von ‚survival of the fittest‘, sondern eine kulturell bedingte, vom Menschen selbst gesteuerte negative Selektion, die den einzigen nachwachsenden Rohstoff, den Deutschland hat, nämlich Intelligenz, relativ und absolut in hohem Tempo vermindert.“ […] Das sind unerhörte Sätze. Und Sarrazin weiß das. Es ist schlichtweg unseriös, wie fahrlässig er mit seinen Quellen umgeht.

  1. taz: Inszenierung als Tabubrecher
  2. SZ: Alle mal herhören: Das Ende naht!
  3. SPIEGEL: Die Mär von der vererbten Dummheit

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Erntezeit mit mundraub.org

Mon, 30.08.2010 - 11:21


Schon als Kind hab ich mich gefragt, warum in Parks und Alleen nie Kirsch- oder Apfelbäume stehen. „Die müsste man ja abernten, wenn das Obst reif ist, damit man keine Obstmatsche am Boden hat“, lautete die völlig unbefriedigende Antwort meines Vaters, denn klar muss man die abernten, aber das ist ja das Tolle daran!
Mundraub.org kümmern sich genau darum:
Auf der entsprechenden GoogleMap könnt ihr eingetragene Bäume entpflaumen oder gesichtete eintragen.
Wer ständig vorm Apple hängt, sollte vielleicht auch mal einen pflücken!

Tanja Haeusler

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Das große Löschen

Mon, 30.08.2010 - 09:49

Christoph Witte über die große Löschaktion (rund 70 Prozent der bisherigen Inhalte) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aufgrund des »neuen« 12. Rundfunk­staatsvertrages, der auf Druck der privaten Verlage und Medienunternehmen zustande kam:

Auf den ganzen Serienkram, der jetzt nach sieben Tagen aus dem Netz genommen werden muß oder den 25tausendsten Kalorienzähler, den die öffentlich rechtlichen jetzt auch nicht mehr in ihrem Online-Angebot haben dürfen, verzichte ich gerne. Aber das Politiksendungen ebenfalls schon nach einem Jahr offline gestellt werden müssen und nur Kultur und zeitgeschichtliche Dokumente nach dem sogenannten Verweildauerkonzept des Staatsvertrages nicht gelöscht werden müssen, ist nicht zu fassen. Auf diese Weise verliert das Netz ein ganzes Stück Gedächtnis und gerade dort wo Erinnern dringend gebraucht wird. Im Politikbetrieb, beim Überprüfen von Glaubwürdigkeit und Rechtschaffenheit von Politikern. Ohne jederzeit über Suchmaschinen abrufbare ältere Inhalte verliert der Normalverbraucher nämlich das, was ihm vor den Zeiten des Web nie zur Verfügung stand. Ein Archiv!

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, daß den privaten Verlagen, Rundfunkanstalten und TV-Sendern diese Löschaktion nicht helfen wird. Wir brauchen sie nämlich trotzdem nicht. [Czyslansky]

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Erpresst – und die Kanzlerin strahlt

Sun, 29.08.2010 - 20:46

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Man hatte ja schon oft den Eindruck, als wären insbesondere die Union und die FDP von der Wirtschaft, der selbst ernannten Elite gekauft – ich erinnere da zum Beispiel an die Hotelsteuer. In der letzten Tagen machte ein so genannter energiepolitischer Appel die Runde. Die Kommentatoren in den Medien waren sich einig – hier sollte die Politik, das Bundeskabinett erpresst werden, Klaus Kocks sah darin gar eine politische Dummheit. Nun kann man davon ausgehen, dass die Initiatoren genau wussten, was sie taten. Und wie bestellt hat Angela Merkel heute die Katze aus dem Sack gelassen.

Der ARD gegenüber sagte sie, dass 10 bis 15 Jahre längere Laufzeit für die deutschen AKW vernünftig wären. Die Kanzlerin ging sogar noch einen Schritt weiter, indem sie längere Laufzeiten im zweistelligen Bereich ansprach. Das können dementsprechend, um den Teufel an die Wand zu malen, bis zu 99 Jahre sein. Man sollte diesen Satz im Hinterkopf behalten, werden die 10 bis 15 Jahre doch in allen Medien zitiert. Merkel hat nicht «nur» von 10 bis 15 Jahren gesprochen. Bei der Kanzlerin sollte man durchaus davon ausgehen, dass der andere Fall Anwendung findet.

Angela Merkel hat damit bewiesen, was viele Menschen in diesem Land befürchten: die Politik ist nur noch der verlängerte Arm diverser Lobbygruppen, in diesem Fall der Energiewirtschaft. Die Kanzlerin gibt einmal mehr offen zu, dass sie eine getriebene, erpresste, eventuell sogar gekaufte Bundeskanzlerin ist. Sie ist Kanzlerin von Gnaden einer selbst ernannten Elite, die unser Land und die Bevölkerung als ihr Eigentum ansieht und dementsprechend handelt.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man glatt drüber lachen – und wenn die SPD in Form des Popbeauftragten Vorsitzenden Sigmar Gabriel nun von knallharter Lobby-Politik für die Atomkonzerne spricht, dann sollte man die SPD daran erinnern, wer bis zum letzten Jahr die Bevölkerung verraten und verkauft hat, nur ein Stichwort: Agenda 2010. Doch sollte in diesem Fall nicht zu sehr auf die damalige rot-grüne Bundesregierung eingedroschen werden, war sie es doch, der den Ausstieg beschlossen hat, der nun rückgängig gemacht wird.

Angela Merkel wollte diesem Land dienen, so hat sie vor ihrem Amtsantritt versprochen. Dieses Versprechen hat sie nicht gehalten. Im Gegenteil: mit der Entscheidung der Bundesregierung, die mit einem gekauften Gutachten begründet wird, zeigt sich, dass an der Spitze unseres Landes eine von der Energiewirtschaft erpresste Kanzlerin steht. Es ist sogar zu befürchten, dass Schwarz-Gelb voll auf der Seite von E.ON, Vattenfall, RWE und EnBW steht. Angela Merkel, Guido Westerwelle und die restlichen Mitglieder des Bundeskabinetts sollten den Deutschland-Pin vom Jackett nehmen – und wahlweise einen von E.ON, Vattenfall, RWE oder EnBW anstecken. Das wäre wenigstens ehrlich.

Angela Merkel ist nicht die wahre Bundeskanzlerin Deutschlands. Diesen Posten teilen sich Johannes Teyssen, Jürgen Grossmann, Hans-Peter Villis und Tuomo Hatakka. Wenn Angela Merkel ehrlich zu sich selbst und den Bürgerinnen und Bürgern wäre, würde sie dies sich und den Menschen in unserem Land eingestehen. Doch Ehrlichkeit ist von dieser Bundesregierung nicht zu erwarten. Wenn man es denn so ausdrücken will, eine Form spätrömischer Demenz.

Das Verhalten der Kanzlerin und der übrigen Minister hat nicht mehr viel mit Demokratie zutun – es erschüttert unser Land in seinen Grundfesten. In Stuttgart wird der Abriss des alten Bahnhofs und der Start von «Stuttgart 21″ damit begründet, dass einmal politisch getroffene Entscheidungen unumkehrbar sind. Für die Atompolitik gilt dies nicht – hier wird der Ausstieg aus dem Ausstieg beschlossen. Bundespräsident Wulff hat vor wenigen Tagen «überraschend» festgestellt, dass Politiker, Politik im Allgemeinen einen sehr schlechten Ruf innerhalb der Bevölkerung genießt. Es sind die Geister, die auch er als Ministerpräsident von Niedersachsen und auch immer wieder Angela Merkel und die übrigen Minister riefen.

Oftmals hört man Warnungen, dass unsere Demokratie in Gefahr sei. Man kann es drastischer ausdrücken: unsere Demokratie ist der Spielball einer entfesselten, selbst ernannten Elite – und die Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt dabei den Kasper und merkt noch nicht einmal, wie sehr sie sich von der Bevölkerung entfernt. Angela Merkel dient nicht dem Volk, sie dient sich unserer Demokratie zuwiderlaufenden Gruppen an. Traurig, aber wahr.

Zwei Lesetipps:

Rosebud: Chernobyl — Eine Reise in die Todeszone
Niels Boeing: Kernschmelze der Glaubwürdigkeit

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Die Bahn hatte zu Stuttgart 21 ein Bodengutachten anfertigen ...

Sun, 29.08.2010 - 17:33

Die Bahn hatte zu Stuttgart 21 ein Bodengutachten anfertigen lassen, und das hält den Untergrund für ungeeignet, weil er Hohlräume hätte, in denen bei unterirdischen Sprengungen Grundwasser eindringen könnte."Bei 'Stuttgart 21' geht es nicht um mögliche Risse in Häusern, es geht um mögliche Krater, in denen Häuser verschwinden können. Es geht um Menschenleben."Und da hat sich die Bahn anscheinend das selbe gedacht, was sie sich bei ihren lebensgefährlichen ICE-Rädern gedacht hat: DAS MERKEN DIE NIE!!1!(author unknown)0439979378143439569708214957813480060535110442103317134364941626163923844935269116375436600672473366009104109649706008021110687417091456564315904696792508216891069616340348219290940719673169685415144805996799949037674299

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